Tour d’Alsace 2

Die Kehler Paddlergilde hat am 18.8.2021 eine Tagestour auf der Petite Ill und auf der Ill nach Straßburg als Verbandsfahrt angeboten. Das war genau meine Kragenweite. Ich bin einen Tag vorher angereißt, das Boot auf dem Dach, Zelt und Rad im Auto. Straßburg ist immer eine Reise wert. Dieses Mal habe ich mir Kehl genauer angeschaut. Sehenswert ist das ehemalige Gartenschaugelände mit dem Weißtannenturm.

44 m hoch und 210 Stufen, toller Blick auf Rhein und Straßburg

Am nächsten Tag wurden die Boote auf den Hänger geladen, 11 Teilnehmer hatten sich trotz schlechter Wettervorhersage nicht davon abhalten lassen zu paddeln.

Abladen in Nordhouse
Aufladen am Bootshaus in Kehl

In Nordhouse wurde in die Petite Ill eingesetzt. Die Fahrt war voller Überraschungen. Das Flüsschen schlängelt sich beschaulich durch Kleingärten und elsässische Ortschaften, manchmal nicht breiter als ein Boot mit Paddel. Nach ein paar Metern lag ein Baumstamm quer über dem Wasser, an einer Stelle konnte man mit eingezogenem Kopf und viel Glück durchkommen.

Hier ging es schon besser
Ich wäre beinahe gekentert!!!

Es gab noch mehrere Verhaustellen und Stromschnellen, die ich aber gut gemeistert habe. Es gab zwei Umtragestellen. An der Schleuse ging es wieder abenteuerlich zu. Beim Ausstieg habe ich die Variante mit den nassen Füßen gewählt, die Sportlichen stiegen über die Schleuse aus.

Einstieg in der Natur
Ausstieg über die Schleuse

Wolf hat erst mal die Treppe von Pflanzen befreit, so dass auch die Ängstlichen gut die “Treppe” hinunterkamen. Es war aber trotzdem eine Herausforderung ins Boot einzusteigen. Mit Hilfe habe ich es gut gemeistert. Dann ging es weiter und irgendwann ging die Petite Ill in die große Ill über. Hier bin ich bereits vor 2 Jahren mit den Schiffsnarren gepaddelt. Allerdings sind wir damals erst gegen die Strömung gepaddelt. Ich konnte mir garnicht mehr vorstellen, wie ich das damals geschafft habe. Nach 25 km sind wir in Straßburg angekommen und sind beim Jugendcamp ausgestiegen.

Wenn Engel reisen, macht auch das Wetter mit, so dass ich am 3. Tag nochmal eine Radtour am Rhein entlang unternommen habe. Von Kehl bis Meissenheim auf dem europäischen Rheinradweg 15. Das Besondere an dieser Strecke sind das seeartige Kompenstionsbecken und viele Baggerseen, die ich aus meiner badischen Heimat kenne, dort werden Sand und Kies gebaggert, die dann von den Schiffen über den Rhein verschifft werden.

Das Wanderpaddeln macht immer wieder Spaß, ich würde mich freuen, wenn ich durch meinen Beitrag auch andere dazu animieren könnte.

Eure Schriftführerin Brigitte

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