Die Enz, unser Hausfluss



Am 25. April hatte ich eine Radtour mit euch zur Enzquelle geplant. Der Corana Virus hat mir leider einen Strich durch die Rechnung gemacht. Deshalb bin ich gestern zu zweit auf Tour gewesen und will euch wenigstens in Gedanken auf die Radtour mitnehmen.

Die Enz ist unser Hausfluss und die Geschichte von Vaihingen-Enz ist durch die Enztalflößer ganz eng an den Fluss geknüpft.

Die Enz entspringt in Gompelscheuer, dort treffen auch ihre Quellflüsse Kaltenbach und Poppelbach zusammen. Die Enz schlängelt sich von dort aus über Enzklösterle, Bad Wildbad, Calmbach ( dort zweigt die kleine Enz ab, dort gibt es übrigens auch ein Flößermuseum ) Pforzheim, Mühlacker, durch Vaihingen-Enz und seine Teilorte Roßwag und Enzweihingen, durch Oberriexingen, wo ich wohne, bis nach Walheim, wo sie in den Neckar mündet. Der Radweg entlang dieser Strecke ist 115 km lang und bietet reizvolle, einzigartige Landschaftsbilder.

Gestern bin ich von Neuenbürg nach
Gompelscheuer geradelt, das waren einfach 31 km, die es allerdings in sich haben, wenn man im Radfahren nicht geübt ist. Es ging stetig bergan: 441 m hoch, 65 m runter.

In Nicht-Corona- zeiten gehe ich unterwegs immer geräucherte Forellen essen, man kommt nämlich an einigen Forellenzuchten vorbei ( Zordel ist zu empfehlen ).


Auf der Enz wurde das Holz vom Schwarzwald in Floßen zu uns transportiert. Am Radweg liegen immer wieder Holzstapel und auch ein Holzlager. Auf der Nagold gibt es jedes Jahr ein sehenswertes Spektakel, bei dem die Flößer zeigen, wie das früher ging.

In Vaihingen-Enz haben die Flößer dann früher Halt gemacht und fröhlich gebechert und gefeiert, was man heute noch beim Maientag nachspüren kann. Mit meinen Schülern führe ich dann den Flößertanz auf, der die Flößergeschichte darstellt.

Leider fällt der Maientag dieses Jahr auch aus. Dass der Corona Virus sein Unwesen treibt, hat sich auch deutlich auf der Radtour gezeigt. Bad Wildbad ist zu normalen Zeiten schon nicht mehr das Highlight, aber jetzt ist es wie ausgestorben. Die Kurgäste sind nach Hause geschickt worden, die Thermen sind zu. Anstatt Forellen zu essen, haben wir gevespert, es gibt immer wieder schöne Rastplätze.

Beim Radeln habe ich an euch gedacht und beschlossen als Einstiegstour doch eine etwas flachere Variante zu wählen, damit ihr nicht gleich die Lust verliert und nie wieder mit mir auf Tour geht. Bis dahin könnt ihr ja schon mal üben zu zweit und mit Abstand. Ich muss euch aber vorwarnen, die Radwege sind zur Zeit sehr voll. Mit dem Abstand ist das also etwas schwierig.

Kommt gut durch die Coronazeit und bleibt gesund!

Eure Brigitte

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